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Ebola: Seht ihr es denn nicht?

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Ebola: Seht ihr es denn nicht?

Von Franziska Badenschier 
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Méliandou

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Waldguinea
400 Kilometer Luftlinie
östlich der Hauptstadt Conakry

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Dann die Schwester, die schwangere Mutter,
die Hebammen.

Etienne Quamouno, Vater von Emile:

"Ich dachte, es wäre ein Fluch!"

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Ende Januar 2014
Mindestens fünf Tote in Méliandou,

weitere Todesfälle in Nachbardörfern.
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Guéckédou

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Emanuel Koundouro, Journalist bei
Radio Rurale in Guéckédou:
"Ich habe nicht nachgefragt. Ich hatte Angst."

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Das Gesundheitsamt erhält einen Hinweis,
nimmt Proben - und zieht nicht
die richtigen Schlüsse.

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Eine der zwei infizierten Hebammen aus Méliandou läuft nach Guéckédou ins Krankenhaus. Dort behandelt sie der Arzt Dr. Jonas - und steckt sich an.

Ein Schlüsselmoment, denn er wird das Virus über Guéckédous Stadtgrenzen hinweg verbreiten.

Dr. Jonas ist der erste "Super Spreader" der Epidemie
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Gesundheitsamt der Präfektur Guéckédou

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David Dialli Zoumanigui,
Statistik-Verantwortlicher im Gesundheitsamt
der Präfektur Guéckédou:
"Ja, ich habe die Gerüchte gehört. Aber was hätte ich tun sollen?"

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Macenta

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Das Virus reist ungehindert zwischen Guinea,
Liberia und Sierra Leone.

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Anfang März 2014, zweieinhalb Monate nach
dem "Patienten Null".

Anzahl der Toten in Waldguinea: unbekannt.
Das Ebola-Virus: immer noch nicht bemerkt.

Im Krankenhaus von Macenta sterben immer
mehr Menschen. Die Ärzte wissen nicht, dass in
Guéckédou Ähnliches vor sich geht. 

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Conakry

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Aissatou Bah, Journalistin bei der Online-Zeitung africaguinee.com, Conakry, Guinea, werden Informationen aus der Stadt Macenta zugespielt:
"Es gibt da eine Krankheit. Die Patienten bluten aus der Nase."

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Conakry, 14.03.2014

Drei Monate nach dem Tod von Emile erreicht die Information, dass im Hinterland von Guinea eine mysteriöse Krankheit 
ausgebrochen ist, die Hauptstadt. Das regionale Gesundheitsamt ruft im Gesundheitsministerium an. 

Der zuständige Mitarbeiter schickt am selben Tag eine E-Mail an sein Krisenkomitee, dem auch die Organisation Ärzte ohne Grenzen angehört.

Ein Vermerk in einer Krankenakte führt auf die richtige Spur:
"Schluckauf" – ein typisches Symptom für Ebola.

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Die offiziellen Zahlen zwei Jahre nach dem Ausbruch:

29.000 Infizierte

11.300 Tote
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Wächter der Weltgesundheit

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Wächter der Weltgesundheit
Ein Frühwarnsystem für Ebola

Von Franziska Badenschier

Deutschlandfunk, Wissenschaft im Brennpunkt
Sendetermin: 20.12.2015, 16.30 Uhr

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