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Los geht's

Wettstreit der Maschinenmenschen

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Beim Cybathlon heißen die Teilnehmer "Piloten". Mit Armprothesen, Exoskeletten oder Hirn-Computer-Schnittstellen werden sie zu Maschinenmenschen.

Bei der ersten Olympiade bionischer Systeme stritten sie in insgesamt sechs Wettbewerben um den Sieg.
Piotr Heller hat drei der Piloten begleitet. Wie sie sich geschlagen haben? Großartig.

Alle Ergebnisse ab Kapitel 4 


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Sebastian Reul hatte einen Autounfall als Beifahrer, damals stand er kurz vor dem Abitur. Er ist vom Hals abwärts gelähmt. Beim Cybathlon wird er springen und rennen – Jump and Run.

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In den Gehirnströmen verbergen sich Muster. Natalie Faber hat einem Computersystem beigebracht, sie zu erkennen. Sie und andere Studenten von der TU Darmstadt bilden das Technik-Team hinter Sebastian Reul.

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In den Hirnstrom-Mustern spiegelt sich wider, was in Sebastian Reuls Kopf vorgeht. Seine Gedanken werden zu Kommandos, mit denen er die Spielfigur über die Cybathlon-Rennstrecke treibt.

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Nach dem Training ist Sebastian Reul völlig erschöpft. Er durfte sich beim Spiel nicht bewegen, nicht freuen, nicht ärgern. Jede Regung hätte das Signal verfälscht.

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Vordergründig geht es bei dieser Disziplin darum, ein virtuelles Rennen zu gewinnen. Doch mit jeder Bestzeit lernt das System dazu. Irgendwann könnten Menschen wie Sebastian Reul mit dieser Technologie Computer oder ein modernes Haus bedienen und so ein Stück Selbstständigkeit wiedererlangen. Das ist das eigentliche Ziel des  Cybathlon.

Auch in fünf weiteren Disziplinen kämpfen die Teams um Sieg und Spielräume.

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André van Rüschen sitzt seit 13 Jahren im Rollstuhl. Eigentlich. Tatsächlich steht er jeden Tag auf. Dabei trägt er ein Exoskelett der Firma ReWalk. Oder besser gesagt: Das Exoskelett trägt ihn. Beim Cybathlon wird er damit am Hindernisparcours teilnehmen.

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Exoskelette sind noch lange nicht perfekt - auch das wird der Cybathlon zeigen. Kann der Wettbewerb den Fortschritt beschleunigen und Exoskelette ins Stadtbild katapultieren?

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Schneller wäre André van Rüschen mit dem Rollstuhl. Aber das Exoskelett gibt ihm viel mehr zurück als die gewohnte Form von Mobilität.

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Er denkt im Alltag kaum noch darüber nach, dass er eine Prothese trägt, sagt Bert Pot. Die Maschine ist Teil seines Körpers geworden. Jetzt fehlt ihm nur noch Fingerspitzengefühl.

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Der Unfall passierte an einer  Wellpappemaschine. Seine Uhr von damals hat der gelernte Schreiner aufgehoben.

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Heute trägt er wieder eine Uhr. Diesmal ist es eine Smartwatch, mit der er Griffe programmieren kann, die er selten benutzt.

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Wenn Bert Pot sich vorstellt, sein Handgelenk zu bewegen, reagieren die verbliebenen Muskeln in seinem Unterarm. Spezielle Elektroden erkennen die Kontraktion und leiten die Signale weiter.

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Das Holzpuzzle ist der erste Wettbewerb für die  Piloten mit Armprothesen. Die blauen Teile entsprechen Alltagsgegenständen. Nur sie dürfen angefasst werden. 

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Der Cybathlon 2016

Cybathlon   3
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Sebastian Reul, André van Rüschen, Bert Pot und knapp 70 weitere Piloten haben alle auf den 8. Oktober hingearbeitet, den Tag des ersten Cybathlon aller Zeiten. Vor gut 4500 Zuschauern kämpften sie in der Swiss Arena bei Zürich vor gefüllten Rängen. Neben dem virtuellen Rennen mit Gedankensteuerung, dem Parcours für Exoskelette und dem Geschicklichkeitsparcours für Armprothesen gab es noch Parcours für spezielle Rollstühle und Beinprothesen und ein Fahrradrennen mit Muskelstimulation für Querschnittsgelähmte. Die besten Piloten bekamen eine Medaille, die Forscher und Ingenieure hinter ihnen erhielten Pokale.

Wir haben die Ergebnisse zusammengefasst und nach dem Wettkampf mit den Piloten aus dieser Reportage gesprochen. Unter ihnen ist auch ein Goldmedaillengewinner.

















Cybathlon   3
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In der Qualifikation lagen die "Brain Tweakers" der ETH Lausanne noch vorn. Im Finale setzte sich dann Numa Poujouly durch.

Sebastian Reul mit seinem Team aus Darmstadt schaffte es nicht aufs Podest. Ist er enttäuscht?

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Den rasantesten Wettbewerb des Tages gewann Mark Muhn. Der Amerikaner radelte für das "Team Cleveland". Es ist ein Mix aus einem Zentrum, das sich mit der Rehabilitation von Kriegsveteranen befasst, der Case Western Reserve University und weiteren medizinischen und akademischen Partnern.

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Das erste Fotofinish beim Cybathlon. Cho Yu NG (im Bild) aus Hong Kong lag lange Zeit vorne und wurde erst auf der Treppe, dem letzten Hindernis, noch von Florian Hauser überholt. Der Schweizer gewann vor heimischer Kulisse mit nur fünf Sekunden Vorsprung. 

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Bob Radocy bei der entscheidenden Aufgabe: Im Finale konnte nur der Amerikaner den heißen Draht lösen und gewann. Das Besondere: Seine Armprothese funktioniert ohne Elektromotor, nur über einen Seilzug. Das zeigt, dass die einfachste Lösung manchmal die beste ist.

Bert Pot hat sich nicht für das Finale qualifiziert. Woran lag's?

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Helgi Sveinsson gewann mit nur drei Sekunden Vorsprung vor Billy Costello. Beide Piloten traten mit isländischen Teams an - genau so wie der Drittplatzierte David Jonsson.

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Andre van Rüschen auf den letzten Schritten in Richtung Sieg. Knapp konnte er das Finale des Exoskelett-Rennens für sich entscheiden. Was ist sein Geheimnis?

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Ab dem 9. Oktober, können Sie hier ein Deutschlandfunk-Feature aus der  "Reihe Wissenschaft im Brennpunkt" hören. 
Autor und Reporter: Piotr Heller

"Wettstreit der Maschinen-Menschen. Der Cybathlon 2016".

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Links zum Thema

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Offizielle Cybathlon-Webseite

Das Team der TU Darmstadt hat seine Arbeit auf dieser Webseite beschrieben.

Bert Pot betreibt ein Internetportal für einarmige Motorradfahrer.

Sein Arm kommt von der Firma Touch Bionics.

Das Exoskelett von André van Rüschen wird von ReWalk hergestellt.

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