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AfghanUrbistan - Afghanische Welten

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Die hier gezeigten Bilder sind Teil der Ausstellung 'Afghanistan finden' des freien ARD-Korrespondenten und Fotojournalisten Martin Gerner, die der Deutschlandfunk in seinem Funkhaus ab 18. Mai präsentiert. Ergänzt werden sie durch Radio-Features des Autors, die bei seinen Aufenthalten im Konfliktgebiet entstanden sind.
 

www.martingerner.de






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Martin Gerner über seine Arbeit

Die internationale Fotografie über diesen Krieg ist überwiegend gekennzeichnet von Erzählungen über ausländische Soldaten und ihre Schicksale. Weitgehend unbekannt sind dagegen der Alltag im Krieg und die Lebensrealitäten der Menschen.

Weil es wenige Korrespondenten in diesem Krieg gibt, die ständig vor Ort sind, dafür umso mehr Reporter, die in kurzen militärischen embeds von Presseoffizieren gefüttert werden, war mir von Anfang an wichtig, diesen Konflikt auch hinter den oft irreführenden Schlagzeilen zu dokumentieren.

Im Fokus dieser Auswahl steht das städtische Leben. Beeindruckend finde ich immer wieder, wie die Menschen mit Mangel und Terror umgehen. Trotz Flucht und Migration dominiert dabei der Wunsch und die Anstrengung etwas aufzubauen und anzukommen in der globalen Welt. iPhones und Tabletts, klimatisierte Supermärkte oder auch Skateboards sind Zeugen dieser rasanten Zeitenwende. Ich sehe aber auch junge Männer und Frauen, die hin- und hergeworfen sind zwischen heimischer Identität und westlichen Lebensvorstellungen. Eine Folge der Geister auch, die wir gerufen haben. Zugleich diktieren mir junge Afghanen ins Notizbuch: „Hört auf, uns zu bemitleiden“.  

Was wird von diesem neuen, durchaus selbstbewussten Afghanistan fortleben, frage auch ich mich? Die Modernisierung, die auf diesen Bildern sichtbar wird, ist auch Kampfansage der Menschen an Taliban und ungestraft agierende, gewendete Warlords, die aus unseren Steuer- und Hilfsgeldern gefüttert werden.
       
Afghanistan mit seinen Widersprüchen zwingt uns zur Selbstreflexion. Das Bild vom Anderen hilft dabei, unseren eigenen Standpunkt besser zu erkennen. Dabei wird auch sichtbar, dass die internationale Afghanistan-Fotografie und -Rezeption einer Neubewer-tung bedarf. Neue Erzählformen können alte Narrative ersetzen. Insofern hat der Dialog mit dem Hindukusch gerade erst begonnen.

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Lied aus "Die Lange Nacht über Afghanistan"

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Friedhof und Wohnviertel in Karte Sakhi, Kabul: Rund zwei Drittel der afghanischen Bevölkerung sind jünger als 25 Jahre. Junge Männer und Frauen sind dabei immer wieder hin- und hergeworfen zwischen heimischer Identität und westlichen sowie von Indien und Bollywood geprägten Lebensstilen.

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In den Strassen von Kabul begegne ich Jungen auf dem Weg zur Schule, die den Durst nach Wissen auch ohne Worte ausdrücken. Eine Stunde Unterricht zu schwänzen würde hier den Wenigsten einfallen. Dieser Junge im Stadtviertel Taimani möchte später einmal Arzt werden. Sein Schulweg ist aufgrund der täglichen Gefahr ein Problem.

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Auszug aus "Schleier über Kunduz"

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In Kunduz gedeiht trotz angespannter Sicherheitslage eine zarte Kulturszene. Hier dreht ein junger Regisseur einen Spielfilm. Die Story: Ein Mädchen und ein Junge verlieben sich, müssen ihre Liebe aber verheimlichen. Am Ende wählen sie den Freitod.

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Interview mit einer jungen Afghanin zur Lage der Frauen in ihrem Land

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Frauen in der Werbung sind infolge der rasanten Marktwirtschaft, die mit der Intervention Einzug gehalten hat, beliebte Ikonen in einem Land, das Frauen in der Öffentlichket ansonsten meidet. Die Produkte, für die hier in Kabul Deh Mazang geworben wird, bleiben für die meisten Afghanen unerschwinglich.

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Auszug aus "Schleier über Kunduz"

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Private Wohnentwürfe besser situierter Familien - hier in einer mittelgrossen Stadt wie Kunduz - sehen unseren manchmal auf den ersten Blick nicht unähnlich. In den privaten vier Wänden drücken sich Wünsche und Sehnsüchte aus, als Echo auf das harte Leben draußen vor der Tür.

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Ausschnitt aus "Gift des Abzugs" zur Jugendkultur

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Feierabend: In einer Billiard-Halle in Mazar-i Sharif werden, bei traditioneller afghanischer Kleidung, Waren und Symbole der globalen Konsumgesellschaft gereicht. Das Bild ist auf dem jüngsten Kolga Photo Festival in Tiflis/Georgien als 'Best Picture of the Year 2015' ausgezeichnet worden.

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In der kollektiven Identität der Menschen mischen sich tief empfundene Religion, nationales Bewußtsein und der Einfluss von Film und Medien auf die Alltagskultur. In dieser Wohnung in Doshi/Provinz Baghlan sind der Prophet, Widerstandskämpfer Massoud und der indische Schauspieler Shahrukh Khan abgebildet.

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Sportgespräch zur Situation des afghanischen Fußballs aus Anlass des Länderspiels Afghanistan-Pakistan 2013

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Im Frühjahr 2013 treffen in Kabul die politischen Erzrivalen Afghanistan und Pakistan erstmals seit 36 Jahren im Fußball aufeinander. Die Partie ist begleitet von einem riesigen Sicherheitsaufgebot, das bis an den Spielfeldrand reicht (siehe Titelfoto). Afghanistan gewinnt am Ende 3:0.








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Martin gerner foto von sich selbst
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Martin Gerner berichtet seit 2004 als freier Korrespondent für das Deutschlandradio und den ARD-Hörfunk aus Afghanistan. 1994-2003 war er Redakteur des Deutschlandfunk. Als Autor für überregionale Printmedien (Tagesspiegel, Taz, FR, Qantara u.a.) veröffentlicht er auch fotojournalistisch. Einige der hier ausgestellten Arbeiten sind kürzlich beim Kolga Tibilisi Photo Festival in Tiflis/Georgien als 'Best Picture of the year 2015' ausgezeichnet worden. Zusammen mit Pulitzer-Preisträger Massoud Hossaini entstand 2008 die Foto-Ausstellung Unfinished Business.

In Afghanistan hat Martin Gerner seit 2004 vor allem als Trainer und Dozent am Aufbau der dort entstehenden neuen Medienlandschaft mitgewirkt. Für eine Reihe von Medien-NGOs, die afghanische Zivilgesellschaft, DW-Akademie sowie im universitären Bereich hat er dabei in Kabul und den afghanischen Provinzen eine Generation junger afghanischer Journalisten und Journalistinnen ausgebildet. Sein Dokumentar- und Kinofilm Generation Kunduz wurde u.a. mit dem DEFA-Preis als 'outstanding German documentary' ausgezeichnet. Martin Gerner bloggt für das Afghanistan Analysts Network. Er kuratiert afghanische Filmreihen- und programme für internationale Filmfestivals und unterrichtet als Lehrbeauftragter für Peacebuilding und Konfliktbearbeitung an der Universität Hamburg.

Martin gerner foto von sich selbst
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LINKS

Film homepage:
www.generation-kunduz.com
Filmkritik DIE ZEIT
http://www.zeit.de/kultur/film/2012-03/film-generation-kunduz
Interviews auf DRadio
http://www.deutschlandfunk.de/afghanen-sehen-da-viel-weniger-hoffnungslosigkeit.691.de.html?dram:article_id=56837

meine webpage Afghanistan
www.paropamisus.blogspot.com

DLF Features
Das Gift des Abzugs, DLF/WDR Koproduktion
http://www.deutschlandfunk.de/das-gift-des-abzugs.1170.de.html?dram:article_id=184090
Schleier über Kundus
http://www.deutschlandfunk.de/schleier-ueber-kundus.1247.de.html?dram:article_id=190307
Den Staub hinter sich lassen – Kabuls Jugend im Aufbruch, RBB/DLF Koproduktion
http://www.deutschlandradiokultur.de/den-staub-hinter-sich-lassen.958.de.html?dram:article_id=147850
Unfinished Business – Eine Medienkritik
http://www.deutschlandfunk.de/unfinished-business.1170.de.html?dram:article_id=183970
Aktuell u.a.:
Angst vor wachsender Macht des IS in AFG
https://www.afghanistan-analysts.org/potholes-on-isafs-northern-exit-a-road-trip-through-the-salang/
DRadio / Lange Nacht: Hier spricht Afghanistan!
http://www.deutschlandfunk.de/hier-spricht-afghanistan.704.de.html?dram:article_id=272187

Fotostrecken u.a.:
http://en.qantara.de/content/children-afghanistan
Foto-Austellung Unfinished Business
https://www.boell.de/de/node/164296

Arbeiten/Fotografie für Der Tagesspiegel
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/korruption-in-afghanistan-mord-prozess-in-mahmud-raqi/9618332.html

Alles gut in Afghanistan ? WDR-Funkhausgespräche
http://www.wdr5.de/sendungen/funkhausgespraeche/funkhausgespraeche336.html

Kuratierung Filmfestival
http://www.khm.de/nocache/aktuelles/veranstaltungen/veranstaltung/article/2632-subkultur-6-neue-afghanische-kurzfilme/nCall/3/ .j�X[��

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Deutschlandradio, Körperschaft des öffentlichen Rechts
Postanschrift: Raderberggürtel 40, 50968 Köln
Gesetzlicher Vertreter: Intendant Dr. Willi Steul
Umsatzsteuer-Identifikations-Nummer: DE 123052353
Verantwortlich im Sinne des Rundfunkstaatsvertrags: Andreas-Peter Weber (Programmdirektor)
Postanschrift: Raderberggürtel 40, 50968 Köln;

Abteilungsleitung Online: Dr. Nicola Balkenhol

Produktion: Deutschlandfunk 2015

Quellen:
Alle Fotos von Martin Gerner
Audios: Gerner/Deutschlandradio

Foto der Ausstellung: Deutschlandradio/Boris Bittner

Redaktion Multimedia:
Boris Bittner


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Kapitel 1 AfghanUrbistan

Waffe hinterm tor

Martin gerner foto von sich selbst

Dsc 8097

Junge mit schulbuch
Kapitel 2 Der Fotograf

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